Interaktiver Liquiditätsplaner: geführte Eingabe links, Live-Dashboard mit 12-Monats-Cashflow-Kurve, Tiefpunkt, Verdikt und KPIs rechts.
Wir rechnen 12 Monate …
Saldo, Saison-Brocken & TiefpunktDer Planer nimmt fünf Angaben: aktuellen Kontostand, Kreditlinie, laufende Einnahmen und Ausgaben je Monat sowie die großen Einzelposten im Jahr. Daraus entsteht eine Kurve, die zeigt, wie sich dein Kontostand über zwölf Monate entwickelt.
Landwirtschaft hat eine Besonderheit, die kaum eine andere Branche so ausgeprägt kennt: Einzahlungen kommen in wenigen großen Schüben — Ernte, Auszahlung der Direktzahlungen im Dezember —, während Auszahlungen gleichmäßig über das Jahr laufen. Wer das nicht plant, gerät zwischen Frühjahr und Ernte regelmäßig in Not.
Ein Betrieb kann Gewinn machen und trotzdem zahlungsunfähig werden. Der Gewinn sagt, ob sich das Jahr gelohnt hat. Die Liquidität sagt, ob du im April die Düngerrechnung bezahlen kannst. Beides muss getrennt betrachtet werden — der Deckungsbeitrag beantwortet die erste Frage, dieser Planer die zweite.
Nicht der Jahresüberschuss entscheidet, sondern der tiefste Punkt der Kurve. Er zeigt, wie viel Puffer du im ungünstigsten Monat brauchst. Als Faustregel sollte dein Puffer aus Kassenbestand und freier Kreditlinie mindestens drei Monatsauszahlungen abdecken.
Einmal im Januar für das ganze Jahr, dann quartalsweise gegen die Ist-Werte abgleichen. Die Abweichung ist oft aufschlussreicher als der ursprüngliche Plan.
Unbedingt — sie sind bei vielen Betrieben der größte Einzelposten des Jahres und kommen meist im Dezember. Zur Höhe siehe GAP-Direktzahlungen.
Drei Ansätze: Zahlungszeitpunkte verschieben, die Kreditlinie rechtzeitig erhöhen statt im Notfall, oder Erlöse vorziehen. Alle drei funktionieren nur, wenn du den Engpass Monate vorher kennst.
Die ausführliche Anleitung steht im Beitrag Liquiditätsplanung für Junglandwirte.
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