Interaktiver Deckungsbeitragsrechner: geführte Eingabe links, Live-Dashboard mit Deckungsbeitrag, Verdikt, Kostendeckung, Spanne und Kostenaufteilung rechts.

Deckungsbeitragsrechner

Richtwerte netto · Stand: Oktober 2026 · sofort gerechnet
SCHRITT 1 / 5
20%
FELDFRUCHT
Welche Kultur baust du an?
Wähle deine Feldfrucht – wir füllen alle Felder mit Richtwerten vor, die du später anpassen kannst.

Richtwerte netto (ohne USt), Stand: Oktober 2026. Erträge: gerundete Mittelwerte (Destatis, BMLEH, LEL). Preise: Planungswerte Ernte 2027 (LfL Bayern). Kosten: LfL Bayern und LEL Baden-Württemberg. Silomais- und Rübenpreise hängen am Vertrag – setz deinen eigenen ein.

ERTRAG
Wie hoch ist dein Ertrag?
Durchschnittlicher Ertrag pro Hektar für deinen Standort.
t / ha
Richtwert – für deine Kultur
MARKTPREIS
Was bekommst du je Tonne?
Erzeugerpreis netto pro Tonne ab Hof bzw. Erfassung. Pauschalierst du (§ 24 UStG), rechne Preis und Kosten jeweils inklusive Umsatzsteuer.
€ / t
Richtwert –
VARIABLE KOSTEN
Deine variablen Kosten
Pro Hektar – vorbefüllt mit Richtwerten. Passe an, was bei dir anders ist.
€/ha
€/ha
€/ha
€/ha
€/ha
Summe variable Kosten0 €/ha
ANBAUFLÄCHE
Wie groß ist die Fläche?
Damit rechnen wir deinen Gesamt-Deckungsbeitrag über den ganzen Schlag.
ha
Letzter Schritt – rechts steht gleich dein volles Ergebnis.

Deine Eingaben

live anpassbar
Ändere einen Wert – das Dashboard rechts aktualisiert sich sofort.
Winterweizen
Getreide · Hauptkultur
t/ha
€/t
ha
Variable Kosten (€/ha)
€/ha
€/ha
€/ha
€/ha
€/ha
Optional: Prämien & Pacht (€/ha)
€/ha
€/ha

Deckungsbeitrag und Urteil rechnen ohne Prämien – so wie LfL und LEL. Prämien und Pacht bleiben in deinem Browser und gehen nicht in die E-Mail.

Wir berechnen …

Marktleistung, Kosten & Deckungsbeitrag
DEIN DECKUNGSBEITRAG
Live

DECKUNGSBEITRAG JE HEKTAR
€0
€ / HEKTAR
Noch Angaben offen
0 €500 €1.000 €1.500+ €
Noch 5 Angaben
Marktleistung
€0
Variable Kosten
€0
DB je Tonne
€0
Gesamt-DB
€0
Variable Kosten gedeckt ab
€0
Mindestpreis je Tonne
0t
Mindestertrag je Hektar
Darunter zahlt jeder Hektar drauf. Pacht, Festkosten und dein Lohn kommen noch obendrauf.
SPANNE STATT PUNKTWERT
DB je ha bei ±10 % Preis und Ertrag

Spalten: Preis, Zeilen: Ertrag. Die Kosten je Hektar bleiben dabei gleich.

Kosten erfassen
Var. Kosten
0 €
Ergebnis per E-MailDeine Eingaben und die Einordnung deines Ergebnisses, dazu ein passender Artikel.
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passend zu deinem Ergebnis

Richtwerte ohne Gewähr — der Deckungsbeitrag ersetzt keine betriebsindividuelle Kalkulation. Wir erbringen keine Steuer-, Rechts- oder Wirtschaftsberatung im Einzelfall.

So wird der Deckungsbeitrag berechnet

Der Deckungsbeitrag zeigt, was eine Kultur oder ein Betriebszweig erwirtschaftet, nachdem die variablen Kosten abgezogen sind. Er beantwortet die Frage, ob sich ein Anbau überhaupt lohnt — und welche Kultur im Vergleich mehr bringt.

Marktleistung = Ertrag je Hektar × Preis je Tonne
Deckungsbeitrag = Marktleistung − variable Kosten

Variabel sind alle Kosten, die mit der Anbauentscheidung entstehen und wegfallen, wenn du die Kultur nicht anbaust: Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz, Trocknung, Lohnarbeiten und der verbrauchsabhängige Anteil der Maschinenkosten. Feste Kosten wie Pacht, Abschreibung, Gebäudeversicherungen und Löhne für ständige Arbeitskräfte gehören nicht hinein — sie fallen ohnehin an. Die Hagelversicherung und Saisonlöhne hängen dagegen an der Kultur und zählen zu den variablen Kosten.

Beispiel: Winterweizen durchgerechnet

Das Beispiel nutzt die Richtwerte, mit denen der Rechner oben startet. Setz für deine Auswertung unbedingt deine eigenen Zahlen ein — Ertrag, Preis und Kosten schwanken je nach Standort, Jahr und Vermarktung erheblich.

PositionWert
Ertrag7,6 t/ha (76 dt)
Preis220 €/t (22,00 €/dt)
Marktleistung1.672 €/ha
Variable Kosten (Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz, Maschinen, Trocknung, Hagel)− 1.005 €/ha
Deckungsbeitrag667 €/ha

Richtwerte netto (ohne Umsatzsteuer), Stand: Oktober 2026 — keine Markterwartung für deinen Betrieb und keine Kalkulationsempfehlung.

Entscheidend ist weniger der absolute Betrag als der Vergleich: Erst wenn du Winterweizen, Raps, Gerste und Mais nebeneinanderlegst, siehst du, welche Fruchtfolge deinen Betrieb trägt. Genau dafür ist der Rechner oben gedacht — rechne eine Kultur durch, merk sie dir mit „Kultur merken“ und wiederhole das mit der nächsten. Bis zu vier Kulturen stehen dann nebeneinander.

Woher die Richtwerte kommen

Die Vorbelegung ist netto gerechnet, also ohne Umsatzsteuer. Pauschalierst du, rechne Preis und Kosten jeweils inklusive Umsatzsteuer. Stand der Werte: Oktober 2026.

  • Erträge: gerundete Mittelwerte nach Destatis (Stand 24.09.2026), dem Erntebericht 2026 des BMLEH und den Orientierungswerten der LEL.
  • Preise: Planungswerte für die Ernte 2027 aus den Kalkulationsdaten der LfL Bayern (Stand Oktober 2026), abgeglichen mit den Erzeugerpreisen von Oktober 2026. Silomais- und Rübenpreise hängen an deinem Vertrag.
  • Kosten: LfL Bayern (Oktober 2026) und die Orientierungswerte der LEL Baden-Württemberg (Mai 2026). Die Düngung ist als Wert der abgefahrenen Nährstoffe angesetzt, beim Körnermais ist die Trocknung enthalten.

Was der Rechner nicht kann

  • Er ersetzt keine Vollkostenrechnung. Der Deckungsbeitrag sagt nichts darüber, ob dein Betrieb insgesamt Gewinn macht — dafür müssen Festkosten, Pacht und Arbeitszeit dagegengerechnet werden.
  • Er rechnet je Hektar, nicht je Betrieb. Eine Kultur mit hohem Deckungsbeitrag auf wenig Fläche kann in Summe weniger bringen als eine schwächere auf großer Fläche.
  • Er rechnet den Deckungsbeitrag ohne Prämien. So machen es auch die Landesanstalten. GAP-Direktzahlungen, Öko-Regelungen und die Junglandwirteprämie kannst du in der Übersicht unter „Prämien“ je Hektar dazurechnen. Das Urteil bleibt beim Wert ohne Prämien.
  • Er sagt nichts über Liquidität. Ein guter Deckungsbeitrag hilft nicht, wenn das Geld erst im Dezember kommt und die Rechnungen im März fällig sind — dafür ist die Liquiditätsplanung zuständig.

Häufige Fragen

Was ist ein guter Deckungsbeitrag bei Winterweizen?

Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, weil Ertragsniveau, Bodengüte und Vermarktung zu stark auseinandergehen. Sinnvoll ist der Vergleich mit deinen eigenen Vorjahren und mit den anderen Kulturen deiner Fruchtfolge. Wer belastbare Vergleichswerte sucht, findet sie in den Kalkulationsdaten der Landesanstalten und des KTBL: bei der LfL Bayern, bei der LEL Baden-Württemberg und in der Leistungs-Kostenrechnung des KTBL.

Gehört die Pacht in die variablen Kosten?

Nein. Pacht ist ein Festkostenblock, der unabhängig von der Anbauentscheidung anfällt. Sie wird erst im nächsten Schritt gegengerechnet — nämlich bei der Frage, ob der Deckungsbeitrag die Pacht trägt. Trag sie in der Übersicht unter „Pacht“ ein, dann zeigt dir der Rechner, was nach der Pacht bleibt.

Wie oft sollte ich neu rechnen?

Mindestens zweimal im Jahr: einmal vor der Anbauplanung im Spätsommer mit erwarteten Werten, und einmal nach der Ernte mit den tatsächlichen Zahlen. Die Differenz zwischen beiden ist oft lehrreicher als das Ergebnis selbst.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Die Berechnung läuft im Browser. Erst wenn du das Ergebnis anforderst, werden die Angaben übertragen — die Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Weiterlesen

Der ausführliche Hintergrund zum Rechenweg, zu typischen Fehlern und zur Einordnung der Ergebnisse steht im Beitrag Deckungsbeitrag berechnen: So erkennst du, was dein Hof wirklich verdient.

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