Interaktiver Pachtpreis-Rechner: geführte Eingabe links, Live-Dashboard mit Entscheidungs-Karte, Verhandlungs-Spielraum und Hilfe-Links rechts.
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Fairer Korridor, Tragfähigkeit & SpielraumDie meisten Pachtpreis-Übersichten beantworten die Frage des Verpächters: Was kann ich verlangen? Dieser Rechner dreht sie um. Er prüft, ob ein geforderter Pachtzins von dem getragen wird, was die Fläche tatsächlich abwirft — aus Sicht dessen, der ihn zahlen muss.
Der Rechner nimmt dafür fünf Angaben: Bundesland, Nutzungsart, Bodengüte, den geforderten Pachtpreis und den Ertrag der Fläche. Daraus entsteht ein Vergleich zwischen regionalem Marktniveau und deiner betrieblichen Belastbarkeit.
Das Statistische Bundesamt weist für die Agrarstrukturerhebung 2023 bundesweit rund 407 Euro je Hektar Ackerpacht aus, bei Neuverpachtungen im Mittel bereits etwa 511 Euro. Die regionale Spreizung ist allerdings erheblich — von rund 116 Euro je Hektar im Saarland bis rund 659 Euro in Nordrhein-Westfalen.
Diese Zahlen sind Orientierung, kein Maßstab. Ein Durchschnitt sagt nichts über deinen Schlag: Entfernung zum Hof, Zuschnitt, Vorfrucht, Wasserverfügbarkeit und Bodenzahl können den vertretbaren Preis um mehrere hundert Euro verschieben. Deshalb rechnet dieses Werkzeug nicht mit dem Durchschnitt, sondern mit deinem Ertrag.
Wenn sie dauerhaft mehr kostet, als die Fläche nach Abzug der variablen Kosten und eines Anteils für Festkosten und Arbeit übriglässt. Entscheidend ist nicht der Vergleich mit dem Nachbarn, sondern ob deine eigene Rechnung aufgeht.
Nein. Pacht ist ein Festkostenblock. Sie wird erst gegen den Deckungsbeitrag gerechnet, nachdem dieser feststeht — nicht vorher abgezogen.
Mit einer Zahl, die du vorher ausgerechnet hast, und mit der Bereitschaft, Nein zu sagen. Wer ohne Obergrenze in eine Bieterrunde geht, zahlt am Ende den Preis des Optimistischsten.
Aus der Agrarstrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes. Sie werden nicht jährlich erhoben — prüfe bei wichtigen Entscheidungen den aktuellen Stand bei deiner Landwirtschaftskammer.
Die ausführliche Einordnung steht im Beitrag Pachtpreis bewerten: Was du wirklich zahlen solltest.
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