Interaktiver Liquiditätsplaner: geführte Eingabe links, Live-Dashboard mit 12-Monats-Cashflow-Kurve, Tiefpunkt, Verdikt, KPIs und Monatstabelle rechts.

Liquiditätsplaner

Wo wird’s eng? · 12 Monate ab heute
SCHRITT 1 / 6
17%
START
Wie viel ist gerade auf dem Konto?
Dein Kontostand heute (laufender Monat). Von hier aus rechnen wir 12 Monate nach vorne.
€
Schätze ruhig – du kannst später jeden Wert anpassen.
PUFFER
Deine Kreditlinie / Überziehungsrahmen
So weit darf das Konto ins Minus, bevor es kritisch wird. Diese Linie zeichnen wir rechts als Warngrenze in die Kurve.
€
Typisch sind 10.000–20.000 €. 0 € = kein Spielraum nach unten.
% p. a.
Bundesbank-Schnitt August 2026: 9,5 % für Überziehungskredite an private Haushalte, 5,1 % an Kapitalgesellschaften. Dein Satz steht im Kontoauszug.
EINNAHMEN
Laufende Einnahmen pro Monat
Was regelmäßig reinkommt – Milchgeld, Ablieferungen, Pacht-Erlöse … (ohne die saisonalen Brocken, die kommen gleich).
€ / Mon.
Nur das, was Monat für Monat verlässlich kommt.
AUSGABEN
Laufende Ausgaben pro Monat
Was jeden Monat rausgeht: Personal, Tilgung, Strom, Futter – und deine Privatentnahme (Haushalt, Alterskasse, Krankenkasse). Jahreszahlungen wie Pacht teilst du durch 12 oder trägst sie nach der Auswertung als Einzelposten mit Monat ein.
€ / Mon.
–
SAISON-BROCKEN
Die großen Brocken im Jahr
Die Beträge, die das Konto kurz schütteln – jeder in seinem Monat. Stell den Monat so ein, wie das Geld bei dir wirklich fließt. Lass auf 0, was bei dir nicht passt.
€
Fällt in den laufenden Monat. Schon bezahlt? Dann trag 0 ein – es steckt im Kontostand.
€
Fällt in den laufenden Monat. Schon auf dem Konto? Dann trag 0 ein.
€
Fällt in den laufenden Monat. Schon auf dem Konto? Dann trag 0 ein.
Pacht, Steuervorauszahlungen oder eine Investition ergänzt du nach der Auswertung als weitere Posten mit Monat.
FERTIG
Jahresverlauf berechnen
Alle Bausteine stehen. Wir projizieren deinen Kontostand Monat für Monat über die nächsten 12 Monate und markieren den Tiefpunkt.
Rechts zeichnet sich gleich deine 12-Monats-Cashflow-Kurve. Tippe auf „Jahresverlauf ansehen“.

Deine Planung

live anpassbar
Ändere einen Wert – die Kurve rechts zeichnet sich sofort neu.
€
€
% p. a.
€/Mo
€/Mo
Saisonale Brocken (€)
€
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€
Betriebsmittel fallen in den laufenden Monat. Schon bezahlt? Dann trag 0 ein.
Ernte-Erlöse fallen in den laufenden Monat. Schon auf dem Konto? Dann trag 0 ein.
Die GAP-Zahlung fällt in den laufenden Monat. Schon auf dem Konto? Dann trag 0 ein.
Weitere Posten mit Monat
Bis zu 6 Posten. Betrag je Zahlung – „vierteljährlich“ bucht ihn alle drei Monate. ESt-Vorauszahlungen sind am 10. März, Juni, September und Dezember fällig, die Grundsteuer in der Regel am 15. Februar, Mai, August und November. Den Pachttermin findest du in deinem Pachtvertrag.

Wir rechnen 12 Monate …

Saldo, Saison-Brocken & Tiefpunkt
DEIN CASHFLOW · 12 MONATE
Live

Noch Angaben offen
Beantworte die Fragen links – die Kurve zeichnet sich hier in Echtzeit.
TIEFPUNKT IM JAHR
€0
–
Ernte , GAP einen Monat später
Alle 12 Monate als Tabelle
Tiefpunkt
€0
Engpass-Monat
–
Spielraum im Tiefpunkt
€0
Zinskosten im Plan
€0
Netto-Cashflow Jahr
€0
Endstand
€0
DAS BRINGT DICH JETZT WEITER
Ergebnis per E-MailDeine Eckwerte, dein Tiefpunkt und die Bewertung zum Nachlesen.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Mit dem Absenden stimmst du zu, dass wir dir dein Ergebnis einmalig per E-Mail senden. Deine Adresse wird nicht für Werbung verwendet. Es gilt unsere Datenschutzerklärung.
Geschickt – deine Auswertung ist unterwegs.
Engpass im Blick? Frühzeitig mit Bank/Berater besprechen — Mehr dazu im Artikel →
Vereinfachte Planung. Wir erbringen keine Steuer-, Rechts- oder Wirtschaftsberatung im Einzelfall.

Wie der 12-Monats-Verlauf entsteht

Der Planer startet immer im laufenden Monat und braucht wenige Angaben: aktuellen Kontostand, Kreditlinie mit Zinssatz, laufende Einnahmen und Ausgaben je Monat sowie die großen Einzelposten im Jahr, jeden in seinem Monat. Daraus entsteht eine Kurve, die zeigt, wie sich dein Kontostand über zwölf Monate entwickelt.

Saldo je Monat = Einzahlungen − Auszahlungen − Zinsen auf das Minus
Kontostand = Vormonat + Saldo, verglichen mit deiner Kreditlinie

Landwirtschaft hat eine Besonderheit, die kaum eine andere Branche so ausgeprägt kennt: Einzahlungen kommen in wenigen großen Schüben — Ernte, Auszahlung der Direktzahlungen im Dezember —, während Auszahlungen gleichmäßig über das Jahr laufen. Wer das nicht plant, gerät zwischen Frühjahr und Ernte regelmäßig in Not.

Warum Liquidität und Gewinn nicht dasselbe sind

Ein Betrieb kann Gewinn machen und trotzdem zahlungsunfähig werden. Der Gewinn sagt, ob sich das Jahr gelohnt hat. Die Liquidität sagt, ob du im April die Düngerrechnung bezahlen kannst. Beides muss getrennt betrachtet werden — der Deckungsbeitrag beantwortet die erste Frage, dieser Planer die zweite.

Der Tiefpunkt ist die wichtigste Zahl

Nicht der Jahresüberschuss entscheidet, sondern der tiefste Punkt der Kurve. Er zeigt, wie viel Puffer du im ungünstigsten Monat brauchst. Als Faustregel sollte dein Puffer aus Kassenbestand und freier Kreditlinie mindestens drei Monatsauszahlungen abdecken. Der Planer zeigt dir diesen Spielraum im Tiefpunkt – in Euro und in Monatsausgaben.

  • Kreditlinie dauerhaft über 80 Prozent ausgeschöpft: kein Spielraum für Störungen, und die Bank wird aufmerksam.
  • Rechnungen werden bis zum letzten Tag geschoben: Skonto von zwei bis drei Prozent geht verloren — bei mittlerer Betriebsgröße schnell ein vierstelliger Betrag im Jahr.
  • Steuerzahlungen werden gestundet: das letzte Warnsignal, ab hier wird es teuer und fällt auf.

Was der Planer nicht kann

  • Er ersetzt keine Buchführung. Er arbeitet mit deinen Schätzungen, nicht mit Ist-Zahlen.
  • Er kennt deine Preisrisiken nicht. Rechne konservativ — lieber den unteren Erlös ansetzen als den erhofften. Der Stresstest zeigt dir, was eine schwächere Ernte und eine spätere GAP-Zahlung ausmachen.
  • Er bildet keine Investitionsfinanzierung ab. Kaufpreis, Darlehensauszahlung und größere Raten trägst du selbst als weitere Posten mit Monat ein; einen Tilgungsplan rechnet er nicht. Siehe auch Landtechnik: Kauf, Gebrauchtkauf oder Leasing.
  • Er rechnet Zinsen vereinfacht. Zinsen fallen im Planer auf das Minus am Ende des Vormonats an, ohne Zuschläge für eine Überziehung über die Kreditlinie hinaus.

Häufige Fragen

Wann sollte ich planen?

Jederzeit — der Planer startet immer im laufenden Monat. Gute Zeitpunkte sind die Wochen vor Beginn deines Wirtschaftsjahres (bei Land- und Forstwirten in der Regel der 1. Juli) und die Zeit nach der Ernte. Dazwischen gleichst du quartalsweise gegen die Ist-Werte ab. Die Abweichung ist oft aufschlussreicher als der ursprüngliche Plan.

Gehören die Direktzahlungen in die Planung?

Unbedingt — sie sind bei vielen Betrieben der größte Einzelposten des Jahres und kommen meist im Dezember. Rechtlich haben die Länder bis zum 30. Juni des Folgejahres Zeit, und einzelne Öko-Regelungen zahlen manche Länder erst im Folgejahr aus. Stell im Planer den Monat ein, den deine Bewilligungsstelle nennt. Einen unsicheren Teil ziehst du dort ab und trägst ihn als weiteren Posten in einem späteren Monat ein. Zur Höhe siehe GAP-Direktzahlungen.

Was mache ich, wenn die Kurve unter null geht?

Drei Ansätze: Zahlungszeitpunkte verschieben, die Kreditlinie rechtzeitig erhöhen statt im Notfall, oder Erlöse vorziehen. Alle drei funktionieren nur, wenn du den Engpass Monate vorher kennst.

Weiterlesen

Die ausführliche Anleitung steht im Beitrag Liquiditätsplanung für Junglandwirte.

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